Zutatenwissen

Reisnudeln, Glasnudeln oder Weizennudeln – welche brauchst du?

Welche asiatischen Nudeln passen zu Suppe, Wok und Salat? Vergleiche Reisnudeln, Glasnudeln und Weizennudeln sowie ihre richtige Zubereitung.

Asia Markt Ingolstadt Redaktion Aktualisiert:

Getrocknete Reisnudeln in Bambuskörben

Im Regal sehen viele asiatische Nudeln ähnlich aus, beim Kochen verhalten sie sich jedoch sehr verschieden. Entscheidend sind vor allem Grundlage, Dicke und Verwendungszweck.

NudelfamilieTypische GrundlageTexturHäufige Verwendung
ReisnudelnReismehl, teils mit Stärkeweich bis elastischPhở, Pad Thai, Salate, Pfannengerichte
GlasnudelnStärke, zum Beispiel Mungbohne oder Süßkartoffeldurchsichtig, federndSuppen, Salate, Hotpot, Füllungen
WeizennudelnWeizenmehl, teils mit Ei oder alkalischen Salzenbissfest bis elastischRamen, Chow Mein, Udon, Wokgerichte

Reisnudeln

Reisnudeln gibt es hauchdünn als Vermicelli und breit wie Bandnudeln. Dünne Sorten werden häufig eingeweicht oder nur kurz gegart. Breite Reisnudeln können beim kräftigen Rühren leicht brechen oder zusammenkleben. Für Pad Thai sollten sie biegsam, aber noch nicht vollständig weich sein, bevor sie in die Pfanne kommen.

Glasnudeln

Glasnudeln werden nach dem Garen durchsichtig. Sie bestehen nicht zwingend aus Reis: Häufig sind Mungbohnen-, Kartoffel-, Tapioka- oder Süßkartoffelstärke die Grundlage. Koreanische Dangmyeon aus Süßkartoffelstärke sind deutlich kräftiger und elastischer als sehr feine Mungbohnen-Glasnudeln.

Weizennudeln

Zu dieser großen Gruppe gehören viele chinesische Nudeln, Ramen und Udon. Ramen erhalten ihren charakteristischen Biss oft durch alkalische Bestandteile. Udon sind dick und weich-elastisch. Eiernudeln können Ei enthalten, müssen es aber nicht in jeder Produktfamilie. Bei Allergien ist deshalb die Zutatenliste wichtiger als der Name auf der Vorderseite.

So verhinderst du matschige Nudeln

  • Beachte zuerst die Packungsanleitung; Zeiten unterscheiden sich stark.
  • Für Wokgerichte Nudeln meist etwas früher abgießen, da sie in der Sauce weitergaren.
  • Nach dem Abgießen nicht lange warm stehen lassen.
  • Sauce und übrige Zutaten vorbereiten, bevor die Nudeln gegart werden.
  • Bei eingeweichten Nudeln testen, ob sie biegsam, aber noch stabil sind.

Welche Nudeln für welches Gericht?

  • Phở: flache Reisbandnudeln
  • Bún oder Sommerrollen: dünne Reisvermicelli
  • Pad Thai: mittelbreite Reisnudeln
  • Japchae: koreanische Süßkartoffel-Glasnudeln
  • Ramen: alkalische Weizennudeln
  • Udon-Suppe: dicke Udon-Weizennudeln
  • Chow Mein: je nach Rezept dünne Weizen- oder Eiernudeln

Passende Ratgeber

Als Nächstes helfen dir: Helle oder dunkle Sojasauce – welche passt zu deinem Gericht?, Fester, weicher oder Seidentofu – welcher Tofu passt zu deinem Gericht?, Asiatischer Grundvorrat: klein anfangen, vielseitig kochen.

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